Seit 45 Jahren „unter Strom“
Traditionsunternehmen Weidich Haustechnik wächst mit schlanker Verwaltung
„Wenn du zum Kunden gehst – vergiss die Überschuhe nicht.“ Frei nach Nietzsche ist das einer der Leitsätze aus dem Weidich-ABC. Die „Weidich Haustechnik GmbH“ feierte in diesem Jahr ihr 45jähriges Bestehen. In der ostwestfälischen Stadt Halle ist „Weidich“ eine feste Größe. Der Erfolg des Unternehmens beruht auf einer scheinbar einfachen Erkenntnis von Geschäftsführer Guido Weidich: „Als Unternehmer muss man mit seinen Kunden anspruchsvoller werden.“ Das gilt auch für den Einsatz moderner Kommunikationstechnik. „Wir setzen in unserer Unternehmensorganisation auf eine schlanke Verwaltung. Dabei geht es sowohl um die Themen Ablage und Archiv als auch um den Einsatz einer kaufmännischen Software, die auf die Anforderungen der Haustechnikbranche spezialisiert ist.“ Ein Grund, warum der dynamische Jungunternehmer sich für die Branchensoftware Labelwin entschied. Seit 2002 arbeitet der Haller Betrieb nun mit Labelwin. Das Fazit nach acht Jahren lautet bei Guido Weidich: „Ohne geht gar nichts.“
Mittlerweile wird an zwölf Arbeitsplätzen mit Labelwin gearbeitet. Genutzt werden fast alle Module. Guido Weidich: „Hier sind Systeme in den Bereichen Projekt-, Kundendienst- und Wartungsverwaltung für uns besonders effektiv. Der Kundendienst ist natürlich ganz wichtig, dabei gibt es die Terminverwaltung und eine vollständige Historie. Kundendienst und Mitarbeitereinsätze können effektiv geplant werden. Die Zeitwirtschaft bringt 100 Prozent Transparenz im Bereich der Arbeitszeit. Toll sind auch die Auswertungsmöglichkeiten mit Labelwin. Ich weiß zu jeder Zeit, wie sich mein Projekt entwickelt. ELO Digital Office mit der digitalen Archivierung ist auch sehr hilfreich, alles wird gescannt und die Papierberge werden immer kleiner. Das Suchen hat ein Ende.“
Papierloses Büro, arbeiten ohne Zettelwirtschaft – wie „papierlos“ kann ein Betrieb in der Haustechnikbranche heute sein? Dazu sagt Guido Weidich: „Für Handwerksbetriebe wird die Lösung der digitalen Archivierung erst interessant, wenn sie sich mit der im Betrieb eingesetzten Branchensoftware verknüpfen lässt. Nur so findet man sofort am Bildschirm die Informationen wieder, die man sucht - genau an der richtigen Stelle.“
Die Anzahl der zu bearbeitenden Vorgänge im Betrieb steigt ständig. Genauso erwarten die Kunden immer schnellere Antworten. Gute Organisation und zufriedene Kunden setzen einen reibungslosen Informationsfluss im Betrieb voraus. Informationen müssen heute rasch und zuverlässig bearbeitet werden. Rechnungen, Faxe, gedruckte E-Mails, Prüf- und Abnahmeprotokolle usw. - die Papierflut nimmt kein Ende. Zettel erweisen sich häufig als unzuverlässige „Zeitdiebe“. Wer hat nicht schon mal nach einem Zettel gesucht oder durch das Haus getragen und nachgefragt, ob er angekommen ist? Mit einer in die Software integrierten digitalen Archivierung kann ein Betrieb punkten.
Guido Weidich beschreibt: „Ein Beispiel sind Kundendienstberichte: Der Kunde ruft an, hat Fragen zu seiner Rechnung und mit Knopfdruck ist der unterschriebene Monteurzettel auf dem Bildschirm. Fragen können sofort beantwortet werden – ohne lästiges „Telefon-Pingpong“. Aber auch bei Eingangsrechnungen, Lieferscheinen, Ausschreibungsunterlagen, Fotos von Baustellen oder Artikeln aus Fachzeitschriften wird die digitale Archivierung zum hilfreichen Instrument. Es gilt: Weniger Papier bedeutet weniger Stress.“
Konkret sieht der Ablauf so aus: Der Monteur kommt mit dem unterschriebenen Auftragszettel zurück ins Büro. Das Dokument wird gescannt. Die Archivierungssoftware „ELO“ legt den eingelesenen Auftragszettel in die „Postbox“. Von da aus übernimmt die Branchenlösung „Labelwin“ – ohne weitere Eingabe – automatisch die Zuordnung.
Positiv ist für den Elektro-Installateurmeister dabei die einfache Handhabung des Programms: „Neue Mitarbeiter haben kein Problem sich zurechtzufinden, wenn sie bereits einmal mit einem Computer gearbeitet haben.“
Bei der Weidich GmbH arbeiten Buchhaltung, die Meister und die Bürokaufleute mit Labelwin. „Die Mitarbeiter probieren gerne das Programm. Sie sind neugierig auf neue Funktionen und testen sie auch gleich. Von der Auftragsannahme und Kalkulation bis hin zur Rechnungsstellung, von der Nachkalkulation bis hin zum Controlling – das Zusammenspiel aller Komponenten der Software bringt die Vorteile. Es bietet wirklich alles für eine perfekte Organisation im Handwerk“, so der Geschäftsführer.
Mit rund 50 Mitarbeitern ist die Weidich GmbH einer der größten Handwerksbetriebe für Haustechnik im Norden des Kreises Gütersloh. Sie plant, liefert, installiert, wartet und repariert die gesamte Technik in Privathaushalten und Unternehmen. Dazu gehören Elektrotechnik und Beleuchtung, Heizungs- und Lüftungsanlagen, Bäder und Toiletten, Wasserver- und -entsorgung ebenso wie Sonnenenergie- und Regenwasser-Nutzungsanlagen, Blitzschutz, Antennenbau und die gesamte Kommunikationstechnik von Einbruch- und Brandmeldern über Komfort-Telefonanlagen bis hin zur Netzwerktechnik für Ihre EDV. Die Kundenstruktur der Weidich GmbH ist geprägt von Privatkunden und Industriekunden der mittelständischen Region.
Das Familienunternehmen hat einmal klein angefangen, im Keller des Großelterlichen Hauses. Guido Weidichs Eltern, Doris und Rudolf, die heute auch noch aktiv im Unternehmen mitarbeiten, starteten im Jahr 1965 mit einem Lehrling ihren Elektro-Meisterbetrieb. Ihre Liebe begann mit einem Stromschlag: Rudolf Weidich reparierte im Haus der Schwiegereltern in spe eine Stromleitung. Doris Weidich wollte den Schutzschalter umlegen und schon sprang ein besonders heftiger Funke über.
Kunden, Mitarbeiter und Lieferanten schätzen auch heute nach 45 Jahren noch die Vorzüge des Familienbetriebs: Verfügbarkeit, Verlässlichkeit und Vertrauen.
Guido Weidich weiß: „Allein in Halle gehen unsere Mitarbeiter in mehr als jedem dritten Haushalt ein und aus. Dieses Vertrauen macht uns stolz. Und es bestätigt uns darin, auch in Zukunft in unsere Mitarbeiter zu investieren.“ Denn, so schnell wie sich die Haustechnik verändert, so schnell muss ein Handwerksunternehmen dazulernen. Der 43jährige berichtet: „Nahezu jede Woche drücken wir in kleinen Gruppen die Schulbank. Experten der Hersteller geben Wissen an uns weiter. Nur so sind wir in der Lage, Innovationen zu beurteilen und unseren Kunden das Beste zu empfehlen. Das ist der Grund, warum bei uns auch noch der Meister in die Lehre geht.“
Für Guido Weidich sind neben der richtigen Software die Mitarbeiter das „A und O“. „Wir haben ein hoch motiviertes Team, mit nur geringer Fluktuation“, erzählt der Meister für Elektrotechnik, der den elterlichen Betrieb seit 1995 führt. „Bei uns werden die Mitarbeiter primär nach Charakter eingestellt. Sekundäres Kriterium ist die fachliche Qualifikation “
Der kompetente, standesgemäße Auftritt der Außendienstmitarbeiter gehört zum Konzept dazu. Sie tragen Hemden, Pullover und Jacken mit Firmensignet und halten sich an die ABC-Grundsätze, wie zum Beispiel: „Nur Verbesserungen rechtfertigen Veränderungen.“ Kommt ein Weidich-Mitarbeiter zum Kunden, dann zieht er Überschuhe an, trägt bei empfindlichen Armaturen Schutzhandschuhe und stellt mit selbst mitgebrachtem Staubsauger den Urzustand wieder her.
Das kommt bei den Kunden bestens an und so blickt Guido Weidich auch optimistisch in die Zukunft: „Ich sehe für uns als Betrieb auch weiterhin Potential in der Zukunft. Von einem modernen und leistungsfähigen Handwerksbetrieb wird heute einfach mehr erwartet, als nur die Technik zu liefern und zu pflegen.
Unsere Kunden wollen einen verlässlichen Partner und das in jeder Beziehung.
Bei uns läuft das Geschäft gut, aber wir haben auch einen sehr hohen Arbeitseinsatz und feste Grundsätze“, erklärt der Betriebswirt des Handwerks. „Und dazu eine Unternehmensorganisation mit einer schlanken Verwaltung, die uns positiv in die Zukunft blicken lässt.“
Informationen im Internet:
LN 1009
